K I R C H E und K A P E L L E
| Impressum |
Kirche Kunnersdorf besaß eine "Filialkirche", zugehörig zum Pfarramt Neudorf. Sie wurde im Jahre 1925 erbaut und eingeweiht. Obwohl architektonisch unbedeutend, erhielt sie doch eine Decken- und Wandmalerei vom Kunnersorfer Malermeister Karl Ulbrich. Die erste Trauung wurde im November desselben Jahres vollzogen, das Brautpaar hieß Anna Hönl/Karl Elmerich. Kindtaufen jedoch wurden erst sehr viel später vorgenommen. |
||
|
Die Kirche befand sich unmittelbar an der Die Kirche lag direkt an der Bahn und war war das erste Gebäude des sog. unteren Dorfes. Erstkommunionen, Mai- und Weihnachtsandachten sowie regelmäßige Sonntags-, aber auch andere Gedenkgottesdienste (zweimal pro Woche eine Messe) wurden bis zum Kriegsende durch Neudorfer Geistliche hier abgehalten .
Rechts Einweihung der Kirche Mitte der zwanziger Jahre |
![]() |
||||
|
Eine sehr schöne kleine Orgel, allerdings noch mit Blasebalk zum Treten, wurde am 9. September 1934 eingeweiht. Diese Orgel befand sich davor im Dubitzer Kirchlein, sie wurde vom Kirchenbauverein durch freiwillige Spenden und zinslose Darlehen erstanden und der hiesigen Kirche geschenkt. Sie befand sich über dem Eingang auf der Empore. Bei sonntäglichen Andachten spielte die Kapelle Josef Schwabe und ein Laienchor sang. Die Kunnersdorfer waren sehr stolz auf ihre Kirche. Besonders in Erinnerung sind die Gebetsstunden an den Maiabenden, bei denen die Kinder in ihren weißen Kommunionkleidchen mit Myrthenkränzchen im Haar die Andachten verschönernd umrahmten. |
|||
![]() |
Ansonsten gehörte Kunnersdorf seelsorgerisch zum Kirchspiel Neudorf. Auch der Religionsunterricht in der Kunnersdorfer Schule erfolgte durch Neudorfer Geistliche. Die Taufen von Neugeborenen fanden - wie schon erwähnt - bis auf wenige Ausnahmen in Neudorf statt, wie auch alle wichtigen religiösen Entscheidungen das Neudorfer Pfarramt traf. |
||||
|
Innenansicht unserer kleinen Kirche |
| Startseite |
Krieger-Gedenkkapelle Zur Erinnerung an die Gefallenen des ersten Weltkrieges wurde 1918 die im unteren Dorf (gegenüber der Jugl-Schmiede) bereits vorhandene Barockkapelle, zur Gedenkkapelle umgebaut. Sowohl den Opfern des Ersten Weltkriegs, als auch den im letzten Krieg Gefallenen und Vermißten wurde in dieser Kapelle gedacht.
(Links wurde eine Fotokopie einer alten Fotografie ausgewertet; diese Abbildung muß unmittelbar nach der Erstellung der Kapelle entstanden sein, sie wird nur wegen des Glockentürmchens gezeigt). Dieses Türmchen ist auf späteren Fotos nicht mehr zu sehen. Die Kapelle wurde 1832 errichtet, und hatte zwei Glocken, die kleine Glocke schenkte Graf Bobel von Lobkowitz, die große Glocke war ein Geschenk der Eheleute Franz und Katharina Weinel aus Kunnersdorf Nr.3. Holz- und Ziegelmaterial schenkte der Fürst Ferdinand von Lobkowitz. Das Altarbild, zwei Nebenbilder und ein Altartuch stiftete Herr August Schubert, Kerkermeister in Jungbunzlau, dessen Vater Lehrer in Kunnersdorf und dadurch unserem Ort sehr verbunden war.
Ringsum eingezäunt war die Kapelle mit starken, an Pfeilern befestigten Ketten. Ein österreich-ungarischer Soldat aus grauem Sandstein in einer Nische an der Hinterfront hielt die Ehrenwache über 63 Gefallene und 16 Vermißte aus beiden Weltkriegen. Dieser Wachsoldat ist wahrscheinlich nach 1945 entfernt worden, denn auf dem Bild unten rechts sieht man nur die Nische, in der er stand.
|
![]()
Bild oben links: Eine uralte Fotokopie wurde eingescannt, damit man die Kapelle mit der Glocke sehen kann, die irgendwann abgebaut wurde und auf den anderen Kapellenbildern nicht mehr zu sehen ist. Mitte: Malerei am Eingang, ebenfalls vom Maler Ulbrich Unten: Rück- und Seitenansicht. Die Nische für den Wachsoldaten ist zugemauert. Allerdings stammt dieses Foto genau wie das oben rechts aus der Zeit vor dem Abbruch Kunnersdorfs
|